Jemand hat einmal gesagt: “Das alte Jahr ist erst nach zwei Wochen im neuen um.”
Ob das stimmt, weiß ich nicht, aber dennoch – und wie gewohnt kurz vor/nach knapp – kommt hier mein Resümee zum Jahr 2012.

Und was war das für ein Jahr!

Neue berufliche Erfahrungen, das zweite Kind, der Comic-Clash, mein erstes Smartphone, sportliche Erfolge und ein Haufen neuer Bekanntschaften und Freunde – die Reihenfolge stellt hierbei keine Wertung dar: Meine – nein – unsere Tochter kam kurz vor Silvester 2011/2012 auf die Welt, ich nahm am Comic-Clash in Erlangen teil und publizierte meinen ersten gedruckten Comic, dann kam noch Jazam dazu; ich bekam einen Job im Museum Görlitz in der Museumsgestaltung, hatte ein paar Erfolge beim Bogen-Turnieren und durfte einen Haufen toller Menschen kennenlernen und wieder kennenlernen; Nils schenkte mir ein ganz tolles Smartphone (mein erstes, huiuiui) für eine paar Gestaltungsdinge, die ich für ihn erarbeitet habe.

Bis Ende November lief eigentlich Alles ganz gut, mein Leben begann sich in gelenkten Bahnen zu bewegen.
Und dann: BÄM!

Einbruch, Krankheit, Daten-Crashes, Probleme mit der Krankenkasse und nochmals Krankheit. Je näher es zur Jahreswende kam, desto angespannter wurde ich.
Hinzu kam das Gefühl, alles schultern zu müssen, was zu schultern geht, die Schuld für die Dinge bei mir zu suchen (und laut meiner Ansicht auch zu finden) oder Dinge die ich vormals verbockt habe gegen zu rechnen, um die Glück-Pech-Bilanz auszugleichen.

Und dann kamen Hilfe und Hilfsangebote: Ich bekam ein Grafiktablett und ein Handy augeborgt von Maria und Ihrem Freund, Harri gab mir eines seiner Smartphones, ich bekam ganz tolle Karten von Katharina, mein Bruder stellte mir einen Monitor, der so groß ist, dass ich Dinge suchen muss, ich gewann sogar ein Gewinnspiel!
Dabei war Tabula rasa (wie ich die Einbruchsaffäre zu nennen pflege) eigentlich gar nicht so schlimm im ersten Moment, da ich, die Zügel straffend, mit wehendem Haar und ein paar Momenten feuchter Augen, wie Ares über das Schlachtfeld der Widrigkeiten ritt. Es wurde nichts geklaut, was akut nachgekauft werden musste bzw. nicht ausgeliehen werde konnte, und ich hatte sowieso keine Zeit mich da zu sehr rein zu denken.

Dann wurde ich krank; es war das böse Virus, das ja immer irgendwo gerade aktuell ist, und dann wurden die Kinder krank, die Frau, die Eltern und Schwiegereltern, drekcetera. Ich ging trotzdem Met verkaufen, um Weihnachten ein bisschen mehr finanzielle Luft zu haben, ich machte Pläne, erstellte Gästelisten und war bereit für die Weihnachts-Silvester-Kirmes.

Am 17.12. stieg mein Rechner samt Sicherungsplatte aus. Der Umfang des Datenverlustes steht immer noch nicht fest, weil ich mich bis heute nicht traue die geretteten Daten durchzugucken; hab‘ Angst, dass Bilder von den Kindern verloren sind.

Die Feiertage gestalteten sich wie folgt:

  • Heiligabend – 13 Leute
  • 25.12. – 9 Leute
  • Namenstag Sohnemann – 12 Leute
  • Raclett- und Pokerabend – 15 Leute
  • Krimi-Dinner – 11 Leute
  • Geburtstag Töchterlein – 9 Leute
  • Silvester – 6 Leute.

Nach Adam Ries(e) macht das einen Gästedurchsatz von 75 Leuten in einer Woche. Leute, ich sag Euch was: “Ick kenne nun meine Grenzen, wa?” Schön war es trotzdem und auch wenn die Spülmaschine an Heiligabend das Zeitliche segnete – oder feige den Geist aufgab – so war gerade das gemeinsame Abwaschen und Aufräumen ein überraschend amüsanter Teil der Festlichkeiten. Ganz ehrlich: So schnell war es noch nie sauber in der Küche. Find ich dufte!

Über das Loch, in das ich dann nach Silvester fiel, und den noch peinlicheren Auslöser dafür will ich an dieser Stelle gar nicht reden, aber so viel sei gesagt: ich habe auch eine feminine Seite (und das ist nichts Schlechtes). Langsam, ganz langsam arbeite ich mich auch dort heraus und muss bei alledem aber aufpassen, nicht zynisch zu werden.

Ein paar Dinge möchte ich Euch dennoch zum Abschluss des Jahres 2012 kundtun:

Liebe Familie, Freunde und Bekannte,

ich danke Euch für die Unterstützung, die tröstenden Worte, die Ermunterungen und all die positiven Momente, die Ihr mir beschert habt.

Vergebt mir die Momente, wo auch ich einmal den Kanal voll habe, es ist nicht leicht – und wer hat behauptet, dass es das sein muss – so viele Baustellen zu managen, und auch ich muss zugeben, dass ich Grenzen habe. Seid mir nicht böse, wenn ich häufiger einmal Nein sagen muss, weil auch ich mir eingestehen muss, dass der Tag nun einmal nur 24 Stunden hat und auch ich nur begrenzte Kräfte habe.

Letztes Jahr hatte ich ein schlechtes Gewissen, wenn ich mir eine Kugel Eis gekauft habe, weil ich sie mir eigentlich nicht leiste konnte, jetzt habe ich es, weil ich eigentlich gar keine Zeit zum Eisessen habe. Das gefällt mir gar nicht und dagegen werde ich etwas tun (müssen). Ich danke Euch, Ihr seid knorke!

Liebe Grüße und ein ganz tolles Jahr 2013 wünscht Euch
Dimitar/Dimi/Frodo/Metri(ssimo)/Calcutta/Dittchen/Chumm/Chochi!

Und ich danke Dir, Nadia, für das Durchhalten, die Unterstützung, den Rückhalt,
Dir, David, für die tollen Momente, die mir zeigen, was wirklich im Leben zählt und was es heißt, den Moment zu genießen und leben,
und Dir, Elena, weil Du mein allerliebstes Fleischpralinchen bist.